HAUPTMENUZEICHNER UND SCHAFHAUPTMENU

Am 13. Juno des Jahres 1946 erblickte der damals noch recht kindliche Hans Peter Murmann in Gießen das Licht der Welt. Seine Jugend verlief ohne bemerkenswerte Störungen, was er dazu nutzte, Schule, Militär sowie die Universität zu besuchen. Doch ein friedliches und langweiliges Leben als Gymnasiallehrer (er hatte Englisch, Sport und Politik studiert) war ihm nicht beschieden: Er hatte - natürlich ohne zu wissen, was - irgend etwas anderes im Sinne. In den folgenden Jahren übte er die verschiedensten Berufe aus: Soldat, Privatlehrer, Lagerarbeiter, Postbote, Hoteldolmetscher, Reiseführer, Kellner, Redakteur, Gastwirt, EDV-Trainer, Redakteur und freier Graphiker (um, ohne Rücksicht auf die zeitliche Reihenfolge, die wichtigsten zu nennen). 1978 (genauer: am 15.2.78., gegen 10.17 Uhr) begann er Schafe zu zeichnen. Dies geschah ohne vorausgehende warnende Hinweise, führte zu schweren Konflikten mit der Umwelt und letztendlich dazu, daß der Zeichner sich heute ausschließlich und fanatisch seinen Schafen widmet, die sich inzwischen einer gewissen nationalen und internationalen Verbreitung erfreuen. Der trinkfeste und heimatverbundene Künstler wohnt ohne besonderen Grund in dem beschaulichen Ort Dieburg (s. 'UMSCHAU'-Weltatlas, 1987, S. 230, Planquadrat D6) und besitzt schändlicherweise kein einziges lebendes Schaf. Seine Zeichnungen sind in zahlreichen Zeitungen im In- und Ausland erschienen (u.a. Freundin, Rheinische Post, Mannheimer Morgen, Offenbach-Post, Mallorca Magazin, Phuket News/Thailand); großformatige Schafe sind ständig auf Ausstellungen in Deutschland oder Spanien zu sehen (letzte: Moritzbastei/Leipzig, nächste: Fraunhofer Institut an der TH Darmstadt, s. Neuigkeiten). Es gibt insgesamt 15 Bücher, Postkartenserien und zahllose Kleinpublikationen aus Werbung, Öffentlichkeits- und Erziehungsarbeiten und dem Internet. Von 2004 bis Sommer 2010 war HP Murmann als Berufsschullehrer an der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg tätig, wo heute noch eine monumentale Wandmalerei an der Außenwand der Schreinerwerkstatt von seinem weisen und gütigen Wirken zeugt. In Arbeit ist ein Buch über die schlechten Zeiten und das Grauen des Fortschritts, aber wann und
ob das überhaupt jemals etwas wird, weiß kein Schaf. Vielleicht kommt ja etwas ganz Anderes.